Die Idee ist einfach, die Technik ausgefeilt: Pumpfähiges, hochviskoses Eis-Wasser-Gemisch dient als Spülmedium in der Rohrleitung. Ice Pigging kann in bestimmten Anwendungsfällen unsere bewährten Spül- und Reinigungsverfahren sinnvoll ergänzen – etwa, wenn nur wenig Spülwasser abgeleitet werden kann oder zur Entfernung dünner Biofilme in Kunststoffleitungen. Besonders eignet sich Ice Pigging für Kunststoffleitungen kleiner bis mittlerer Nennweiten (DN 30 bis DN 500) – es können aber auch größere Nennweiten gespült werden. In Kooperation mit dem britischen Unternehmen Aqualogy bringen wir dieses Verfahren jetzt erstmals nach Deutschland.


Unser Kooperationspartner: Aqualogy
Die Aqualogy Environment Ltd. mit Sitz in Bristol ist eine Tochtergesellschaft von Grupo Agbar, einem der größten Wasserkonzerne der Welt. Das Ice-Pigging-Verfahren wurde an der Universität Bristol 2001 ursprünglich zur Anwendung in der Lebensmittelindustrie entwickelt und ist patentiert. Aqualogy hat es am Markt eingeführt. Im Anschluss an ein Forschungsprojekt unter wissenschaftlicher Leitung des IWW Rhein-Main werden wir Ice Pigging nun im Verlauf von ausgewählten Referenzpojekten auf seine Leistungsfähigkeit erproben und deutschlandweit exklusiv vertreiben.
So funktioniert's:
Die Ice-Pigging-Einheit findet auf einem LKW Platz und enthält alle notwendigen Aggregate: Edelstahltank, Rührwerk, Generator und Pumpe. So können 10.000 Liter exakt temperiertes und hygienisch einwandfreies Flüssigeis bereitgestellt werden. Das Flüssigeis wird beim Frosten ständig in Bewegung gehalten und erreicht so seine pumpfähige Konsistenz mit feinsten Eiskristallen. Die geschlossene Spülstrecke wird zu 15 bis 30 % mit frisch bereitetem Flüssigeis befüllt. Bei nun geöffnetem Schieber fließt anstehendes Wasser nach und schiebt die Eismasse bei geringer Fließgeschwindigkeit durch den Spülabschnitt zum Ausspeisepunkt. Dabei passt sie sich jeder Leitungstopografie an. Biofilm und Verunreinigungen werden ans Eis gebunden ausgetragen. Die kompakte Schmutzfracht kann in einem Tank gesammelt werden.
Hohe Leistung – niedriger Wasserverbrauch
Der „Eismolch“ zeigt ähnliche Eigenschaften wie ein Feststoffmolch, jedoch mit klaren Vorteilen: Steckenbleiben ist ausgeschlossen, und selbst enge Bögen, Nennweitenänderungen oder Klappen stellen kein Problem dar. Das Eiswasser kann durch unterschiedlichste Armaturen und selbst durch kleine Öffnungen in die Leitung eingebracht werden. Versuche zeigten, dass das Ice Pigging-Verfahren sehr hohe Biofilm-Entfernungsraten erzielen kann. Wesentliche Vorteile der Ice Pigging-Technik liegen in der enormen Wasserersparnis und der kurzen Spüldauer gegenüber herkömmlicher Wasserspülung. Insgesamt werden nur 1,5 bis 2 Leitungsvolumen Spülwasser benötigt.*
Auftragspartner in der Erpobungsphase gesucht!
Das Ice Pigging-Verfahren wird in der Einführungsphase zunächst bei ausgewählten Referenz-Projekten getestet. Von HAMMANN kommt die Kompetenz und langjährige Erfahrung des Marktführers in der Rohrnetzreinigung. Das IWW Zentrum Wasser begleitet die ersten Projekte wissenschaftlich. Die Durchführung übernehmen unsere britischen Kooperationspartner von Aqualogy mit eigener Technik.
Haben Sie Interesse, diese neue Technologie einzusetzen? Gerne geben wir Ihnen die Gelegenheit, Ice Pigging kennenzulernen – sprechen Sie uns einfach an!
Während der Testphase wird Ihre Kooperationsbereitschaft mit vergünstigten Preiskonditionen honoriert. Zudem erhalten Sie eine nach wissenschaftlichen Maßstäben erstellte Dokumentation aller durchgeführten Maßnahmen und der erzielten Ergebnisse: Neben ständiger Erfassung von Trübung, Leitfähigkeit, Temperatur werden ab Auftritt signifikanter Trübungen während der Eismolchung Wasserproben entnommen und ihr Feststoffgehalt analytisch bestimmt. Aus allen Daten wird die Menge mobilisierter und ausgetragener Partikel berechnet.
Die Vorteile von Ice Pigging
• Hohe Entfernungsraten bei Biofilmen
• Enorme Spülwasserersparnis (nur 1,5-2 Leitungsvolumen nötig)
• Kurze Spüldauer
• Kompakte Schmutzfracht (Spülgut wird an das Eis gebunden)
• Bereitung von Flüssigeis nach Lebensmittel-Standard
• Besondere Eignung für Kunststoffleitungen
• Kein Steckenbleiben des „Eismolchs“
• Anpassung an jede Leitungstopografie
• Einbringung auch über kleine Öffnungen (z. B. DN 63) möglich
• Bearbeitung von Rohrleitungen bis DN 500 möglich
• Enorme Spülwasserersparnis (nur 1,5-2 Leitungsvolumen nötig)
• Kurze Spüldauer
• Kompakte Schmutzfracht (Spülgut wird an das Eis gebunden)
• Bereitung von Flüssigeis nach Lebensmittel-Standard
• Besondere Eignung für Kunststoffleitungen
• Kein Steckenbleiben des „Eismolchs“
• Anpassung an jede Leitungstopografie
• Einbringung auch über kleine Öffnungen (z. B. DN 63) möglich
• Bearbeitung von Rohrleitungen bis DN 500 möglich
Ihr Ansprechpartner für Ice Pigging
Möchten Sie mehr über Ice Pigging wissen?
Wir beraten Sie gern in einem persönlichen Gespräch.
Unser Spezialist in diesem Bereich freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.
Dipl.-Ing. Hans-Gerd Hammann, Geschäftsführender Gesellschafter
hg.hammann@hammann-gmbh.de
Sie sind an einem anderen Verfahren interessiert?
Wir bieten auch die konventionelle Luft-Wasser-Spülung, die Wasser-Saug-Spülung ExtraQt® für leichte Fälle und unser selbst entwickeltes COMPREX® an.
*) Quelle: Schaule G., Nottarp-Heim D., Sorge C., Hammann H.-G. (2013): Restoration of Drinking Water Distribution Systems by Removing Contaminated Biofilms with Different Pipe Cleaning Methods. In: Water Contamination Emergencies. U. Borchers, K. C. Thompson and J. Gray (Ed), Royal Society of Chemistry Publishing, London, pp. 280-286. ISBN: 978-1-84973-441-7